Die richtige Kinderkleidung für den Aufenthalt in der Natur

Während der Kaiser im berühmten Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ möglichst teure Kleidung haben möchte und dafür dann aber unsichtbare – also qualitativ mangelhafte Mäntel erhält, benötigen unsere Kinder möglichst bequeme und zur Witterung passende Bekleidung, in der sie sich bei Aktivitäten in der Natur wohl fühlen. Dabei geht es zwar auch darum, dass unsere Kinder ihre Bekleidung für sich als attraktiv und anschaulich empfinden, doch muss diese auch über gewisse Funktionalitäten verfügen und unser Kind in seinem natürlichen Bewegungsdrang unterstützen, statt einzuschränken.

Von atmungsaktiver Kleidung, in der wir uns und unsere Kinder nach dem Zwiebelprinzip ankleiden über qualitativ hochwertige Wanderschuhe bis hin zum eigenen Wanderrucksack für unser Kind, in der es seine eigenen Snacks oder kleine Funde von Wanderwegen transportieren kann – Qualität zahlt sich aus! 

Inhaltsverzeichnis

Wanderbekleidung für Kinder – wir kleiden nach den Zwiebelprinzip

Ähnlich wie beim Skifahren bewegt sich auch unser Kind beim Aufenthalt in der Natur ziemlich viel und kommt leichter ins Schwitzen. Wir legen Wert auf schweißabsorbierende Outdoor-Bekleidung und können unser Kind je nach Wetterlage in bis zu drei Schichten bekleiden. Wie bei einer Zwiebel können die einzelnen Kleidungsschichten bei ansteigender Körperwärme (diese wird am besten im Nacken des Kindes gemessen) entfernt werden.

Je nach Geschmack und Vorliebe der Kinder – ob Leggings oder weite Hosen, Pulli oder Reißverschlussjacke, rote oder grüne Socken – gibt eine enorme Auswahl an Wanderbekleidung. Hosen mit einem Zip-Verschluss an den Beinen lassen sich in Handumdrehen von einer langen Hose zu einer Shorts und umgekehrt verwandeln, Fleece-Jäckchen können bei höherer Anstrengung auch halboffen getragen werden, ohne gleich ausgezogen werden zu müssen. Wandersocken absorbieren Schweiß besser als Baumwollsocken und die Füße unserer Kinder fangen nicht so schnell an zu schwitzen.

Neben dem Händler eures Vertrauens bieten auch Onlineshops* eine enorme Auswahl an Outdoorbekleidung für Kinder. Wir empfehlen, auf Sales zu achten und Kleidung in der passenden Kleidergröße für die nächste Saison einzuplanen.

Nicht zu vergessen ist eine gute Kopfbedeckung, die unser Kind einerseits vor Sonneneinstrahlung und Sonnenbrand schützt, andererseits vor Wind in höheren Lagen. Loopschals lassen keinen Wind an den Hals und sind trotzdem luftdurchlässig, so dass unser Kind nicht zu sehr ins Schwitzen kommt.

Gute Wanderschuhe für Kinder sind Gold wert

Über Stock und über Stein – kleine und große Kinderfüße erkunden gerne ihre Umwelt und sammeln damit Lebenserfahrung. Weh tun sollten die Füße dabei allerdings nicht, denn Schmerz lenkt ab und leitet uns dazu an, sich immer weniger zu bewegen. Wir legen Wert auf gute Qualität (nicht nur) bei Wanderschuhen für Kinder und geben unsere Erfahrungen gemeinsam mit nachgewiesenen Forschungen an euch weiter.

Mit der richtigen Größe zu mehr Bequemlichkeit

Wie lange suchen wir manchmal nach genau der richtigen Schuhgröße und wie häufig tragen wir – laut Umfragen vor allem Frauen – zu kleine oder zu große Schuhe… angenehm ist das Tragegefühl keinesfalls! Sollen wir die Schuhe dann auch noch über mehrere Stunden lang nutzen, wird unser Wohl beeinträchtigt und wir verlieren die Freude am Tun. Gerade deswegen – und für eine gesunde Fußentwicklung – ist die richtige Größe bei Kinderwanderschuhen so wichtig!

Wir empfehlen: Kinderfüße messen

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir die Anschaffung eines Fußmessgeräts für Kinder* für Zuhause. So ein Messgerät ist einfach zu bedienen und liegt in der Schuhgröße immer richtig, da er den Fuß in Zentimetern misst. Dies ist wichtig, denn die Schuhgrößen in der EU sind nicht genormt und fallen unterschiedlich aus. Wir empfehlen beim Kauf, nach der Maßangabe im Innenschuh zu gehen.

Vor und während der Messung des Kinderfußes ist folgendes zu beachten:

  • Ein Fuß ist (fast) immer etwas größer als der andere. Daher gilt: IMMER beide Füße messen!

Es wird die größere Größe für den Kauf von neuen Kinderschuhen genommen.

  • Das Messen sollte im Stehen erfolgen, da er in dieser Position größer und breiter ist als im Sitzen.
  • Auch sollten die passenden Socken zum Messen angezogen werden – bei Wanderschuhen eben Wandersocken.

Die Anschaffungskosten des Fußmessgeräts für Kinder sind so gering, dass es schon fast nicht erwähnenswert ist. Für uns ist es eine gelungene kleine Investition, die in den ersten Lebensmonaten angeschafft werden kann.

Den Schuh einfach etwas länger tragen (er drückt ja nur ganz wenig):

Neben schmerzhafter Blasenbildung treten Haltungsschäden und Reibungen an Knochen auf. Also kurz und knackig: zu kleine Schuhe gehören nicht an die Füße! Spendet sie lieber an eine Hilfsorganisation. Wir empfehlen nicht, gebrauchte Schuhe zu kaufen – und raten deswegen auch vom Verkauf ab.

Denn: jeder Fuß liegt ganz individuell und baut sich sein eigenes Fußbett im Schuh. Steigt ein Mensch in einen gebrauchten Schuh, der bereits von einer anderen Person getragen wurde, passt sich der Fuß an den Schuh an und Bereiche im Körper können sich verformen bzw. schmerzen.

Eine Größe größer hat noch nie geschadet – das Kind wächst schon noch rein:

Der Gedanke, dass Kinder ihre Wanderschuhe so lange wie möglich nutzen sollen, ist zwar aus finanziellen Gründen erst einmal nachvollziehbar, doch Freude bringen wird es eurem Kind und euch nur wenig. Langfristig gesehen können sogar Haltungsschäden durch zu große Schuhe entstehen. Zudem birgt sich eine hohe Verletzungsgefahr durch das leichtere Umknicken und Stolpern – auch beim Tragen von mehreren Paar Socken! Probiert es bitte, wenn überhaupt, mit einer zweiten dünnen Einlegesohle aus dem Sanitätshaus und überprüft dabei regelmäßig die Fußlage im Schuh.

Die Sohle: ein entscheidender Faktor bei Kinderwanderschuhen

Sichere Tritte sind besonders auf unebenem Terrain voller Wurzelwerk, vielen Blättern und Steinen sowie bei Glätte und schneebedeckten Wegen extrem wichtig. Neben Wanderstöcken, die junge Kinder häufig noch nicht benutzen, helfen Wanderschuhe für Kinder mit einer griffigen Sohle. Sie verringert die Rutschgefahr um ein Vielfaches und sollte ein wichtiges Kriterium beim Kauf von Bergschuhen (nicht nur) für Kinder sein. Ist der Boden matschig und nass, können durch eine gute Sohle bei Wanderschuhen Stürze vermieden werden! Qualitativ hochwertige Wanderschuhe oder Wanderstiefel für Kinder verfügen eigentlich immer über eine gute und griffige Sohle. Bei günstigen Artikeln sollte diese auf jeden Fall zusätzlich überprüft werden: ist die Sohle glatt oder hat sie viele Einkerbungen, die Kinderfüßen den nötigen Grip verleihen und ist die gute Sohle über den gesamten Schuh verteilt oder nur am Absatz? Denn nur mit guten Sohlen meistern unsere Kinder auch kompliziertere Herausforderungen auf Wanderwegen!

Wanderschuh oder Wanderstiefel für Kinder – Wo liegt hier der Unterschied?

Wir Eltern tragen gute Wanderschuhe*, die wir mit Bedacht ausgewählt haben. Auch unsere Kinder sollten qualitativ hochwertige Schuhe für die Wanderung anziehen. Wir empfehlen Kinderwanderstiefel mit einem hohen Schaft, der bis über die Knöchel des Kinderfußes reicht. Wanderschuhe mit einem kurzen Schaft sind zwar häufig etwas leichter, bieten dem Fuß oft jedoch eine nur mangelnde Stabilität. Diese Art von Schuhen eignen sich auch für Wanderausflüge im Sommer, da der Fuß sicherlich in jedem geschlossenen Schuh irgendwann zu schwitzen beginnt.

Wir persönlich tragen nur Wanderstiefel mit einem hohen Schaft, um Verletzungen durch das Umknicken vorzubeugen – und dies hat uns persönlich schon oft die ein oder andere Fuß-Verletzung (vor allem beim Abstieg vom Berg) erspart!

Wir machen nur Unterschiede in der Wahl der passenden Socken. Im Sommer dürfen sie etwas dünner ausfallen als in den Übergangsmonaten. Wir tragen Wanderstiefel mit einem hohen Schaft auch im Winter und benötigen mit warmen Socken keine gefütterten Winterschuhe, da sich der Körper durch ausreichend Bewegung warm hält.

Wanderschuhe mit einem kürzeren Schaft, also wenn der Knöchel frei bleibt, eignen sich für den Besuch des Kindergartens und der Schule, auf dem Bobbycar oder dem Roller, da die Schuhspitzen wesentlich hochwertiger verarbeitet sind als normale Sportschuhe oder Sandalen und nicht viele rasante Bewegungen (auch das Schürfen am Boden) aushalten sollten.

Die Frage nach dem Material: Wo finde ich die Qualität?

Obermaterial des Schuhs:

Modelle mit einem höheren Textilanteil sind leichter und flexibler, während Schuhe mit Lederbezug robuster und von längerer Lebensdauer profitieren. Schuhe mit textilen Anteilen eignen sich also für das Toben auf dem Spielplatz, sie sind nämlich leichter und wendiger. Zudem benötigen sie weniger Pflege. Lederschuhe sind etwas schwerer, dafür umso stabiler und haltgebender. Sie eignen sich für die Wanderung und überall dort, wo der Kinderfuß an Stabilität benötigt.

Die Membran unter die Lupe nehmen:

Kinder bekommen noch nicht so schnell schwitzige Füße wie Erwachsene, toben dafür umso mehr in Matsch und Pfützen. Verbieten wir dies, weil die Schuhe nicht darauf ausgelegt sind, geht mit dem Verbot auch etwas an der Lebenserfahrung unserer Kinder verloren. Allerdings sind Gummistiefel nicht für alle Wege geeignet, da sie nicht den nötigen Halt geben können. Also achten wir beim Kauf von Kinder-Wanderschuhen darauf, dass sie über eine gute Membran-Schicht verfügen und damit die Füße unseres Kindes vor Feuchtigkeit schützen. Diese Schuhe können auch auf dem Weg zum Kindergarten und in die Schule getragen werden. Es müssen dann nicht gleich Gummistiefel sein. Schließlich regnet es in Deutschland selten den gesamten Tag über vollständig durch und unser Kind hat trotzdem den Spaß am „Pfützen-Hüpfen“.

Spikes / Schuhkrallen für die Wintermonate

Für die Wintermonate empfehlen wir Spikes bzw. Schuhkrallen* für Kinderschuhe. Sie können an fast allen Schuharten befestigt werden und erleichtern die Wanderung auf Schnee und Eisflächen. Spikes sind in Universalgrößen erhältlich und passen sich damit mehreren Schuhgrößen (meist zwei bis drei Größen) an. Sie können also oft über mehrere Monate und Jahre getragen werden (je nachdem wie schnell der Fuß eures Kindes wächst). Auch die nicht so teuren Varianten (die Krallen sind dann meist etwas kürzer) sind haltbar und haben uns qualitativ noch nie im Stich gelassen.

Die Packliste für eine Wanderung mit Baby und Kleinkind

Während wir bereits geübt sind, das Baby oder bereits etwas größere Kleinkind witterungsentsprechend anzuziehen, müssen wir vor Wanderungen Organisationstalent beweisen und unseren Rucksack optimal planen. Nehmen wir zu viel mit, haben wir schwer zu tragen und ärgern uns möglicherweise über zu viel Gepäck. Vergessen wir etwas, können wir es auf Wanderwegen nicht einfach nachkaufen und ärgern uns womöglich noch mehr. Um optimal für eine Wanderung mit Baby oder Kleinkind vorbereitet zu sein, bieten wir hier ein Packliste mit den wichtigsten Utensilien für die Wanderschaft mit unserem noch jungen Kind.

Hier geht es zum Download der Packliste.

 

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